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D.Ludwig Schlaich Preis für eine Facharbeit über Unterstützte Kommunikation bei einem 12jährigen Jungen

Schulleiter und Juroren freuen sich mit der Preisträgerin
Frau Wilbert nimmt die Glückwünsche der Vertreter der D.Ludwig Schlaich- Stiftung entgegen
Frau Wilbert lauscht der Würdigung ihrer Arbeit
 

Auch in diesem Jahr wurde eine Facharbeit, die von der Fachschule für Heilerziehungspflege der Akademie Schönbrunn bei der D.Ludwig-Schlaich-Stiftung eingereicht wurde, mit einem Preis ausgezeichnet.

Die Schulleitungen von nahezu 100 Fachschulen für Heilerziehungspflege trafen sich vom 07. bis 09. November 2016 in Osnabrück zur Jahrestagung der Bundesarbeitsgemeinschaft. Im Rahmen der Mitgliederversammlung wurde in einem Festakt eine Absolventin der Akademie Schönbrunn für ihre hervorragende Facharbeit zur Unterstützten Kommunikation geehrt. Im Gespräch mit dem Vorsitzenden der D.Ludwig-Schlaich-Stiftung, Werner Kiemle, und mit dem Herausgeber der Fachzeitschrift „Orientierung“, Martin Herrlich, der auch der Preis-Jury angehört, berichtete Frau Wilbert über ihren Bildungsweg und über die Intention der Arbeit. „Nach dem schulischen Abschnitt der Ausbildung zur Heilerziehungspflegerin in Baden Württemberg schloss ich eine Qualifizierung zur Hotelfachfrau an. Allerdings ließ mich die Tätigkeit mit Menschen mit Assistenzbedarf nicht in Ruhe. Die Akademie Schönbrunn ermöglichte es mir, in nur einem Schuljahr die staatliche Anerkennung zur Heilerziehungspflegerin zu erreichen. Dafür bin ich der Schule sehr dankbar. Hätte ich mehr Zeit investieren müssen, hätte ich die Ausbildung nicht mehr abgeschlossen.“

Verbesserung der Lebensqualität als Auszeichnungskriterium

Wesentliches Kriterium für die Beurteilung der eingereichten Arbeiten bei der Stiftung ist der auszumachende Beitrag zur „Verbesserung der Lebensqualität für Menschen mit Behinderungen“. Insgesamt wurden in diesem Jahr nur 2 Facharbeiten mit Urkunden und jeweils einem Scheck über jeweils 300 Euro ausgezeichnet. Neben Frau Wilbert erhielt noch eine Absolventin der Straubinger Fachschule einen Preis. Frau Wilbert setzte sich in ihrer Facharbeit mit den Grundlagen der Unterstützten Kommunikation auseinander und erstellte ein individuelles Bildungskonzept und Partizipationsmodell für einen Jugendlichen in einer Heilpädagogischen Tagesstätte. „Mir ging es darum, dass der junge Mensch, den ich begleiten durfte, Anschluss findet an die Gesellschaft, dass er Freunde hat und dass er sich mit diesen auch verständigen kann. Das hat mich zu dieser Arbeit motiviert.“

Fachtag zum Berufsprofil

In der BAG HEP e.V. sind bundesweit über 100 Ausbildungsstätten zusammengefasst. Die diesjährige Fachtagung stand unter dem Thema: „Gemeinsam Profil schärfen - Bewältigung gesellschaftlicher und beruflicher Herausforderungen“. Dazu referierte Prof. Anne-Dore Stein von der evangelischen Hochschule in Darmstadt zum Thema „Inklusion in einer ausgrenzenden Gesellschaft“. Sie zeichnete in sehr eindrücklicher Form die Entwicklungen der Eingliederungshilfe aus gesellschaftswissenschaftlicher Sicht nach und warnte vor der Gefahr, dass Menschen mit hohem Assistenzbedarf aus dem Blickfeld der Inklusionsthematik geraten. „Inklusion meint alle!“, so die Kernaussage Ihres Vortrags.

Georg Blaser