Fachakademie für Heilpädagogik

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Heilpädagog/in werden

Sie möchten

  • sich in heilpädagogischen Methoden der Einzel- und Gruppenförderung qualifizieren?
  • einfach mehr wissen, durch spezielle Kenntnisse über breitere Berufsmöglichkeiten verfügen?
  • die Praxis, Kultur und Strukturen pädagogischer Aufgabenfelder im Hinblick auf den Umgang mit Beeinträchtigung und Behinderung reflektieren, Inlusion ermöglichen?
  • in der pädagogischen Begleitung von Menschen mit geistigen, körperlichen oder seelischen Beeinträchtigungen mehr Verantwortung übernehmen?

Dann wenden Sie sich an uns!


Studieren neben der Fachakademie

Sie sind daran interessiert neben der Ausbildung zum/zur Heilpädagog/in einen Bachelor erwerben? Seit dem Schuljahr 2019/20 ist dies möglich.

12 Studierende haben seither zusätzlich ein Studium an der Wilhelm Löhe Hochschule in Fürth begonnen. Ihnen kann gegen Ende der Ausbildung zusätzlich zur Anerkennung als staatl. anerkannte/r Heilpädagog/in ein Bachelor verliehen werden.

Der wissenschaftliche Kompetenzerwerb umfasst 210 Credit Points. Die Hochschule kooperiert mit den bayerischen Fachakademien für Heilpädagogik. Der Studiengang ist für Studierende der Fachakademien für Heilpädagogik so konzipiert, dass es möglich ist parallel zur Ausbildung an den Fachakademien teilzunehmen. Die Hälfte der Fachakademie Ausbildung wird anerkannt. Auch Absolvent/innen machen mit. 


Die Fachakademie für Heilpädagogik bietet für qualifizierte Mitarbeiter/innen aus der Behinderten- sowie der Kinder- und Jugendhilfe eine vierjährige Weiterbildung in Teilzeit zum/ zur staatlich anerkannten Heilpädagoge/in an.
Die Weiterbildung fördert durch eine enge Verknüpfung zwischen Theorie und Praxis die Vertiefung der bisherigen Berufsausbildung. Auch ist die berufliche Persönlichkeitsbildung zentrales Ziel. Begleitend kann ein Bachelor an einer kooperierenden Hochschule erworben werden.

Sie erhalten bei uns eine Ausbildung in der

  • die Gestaltung der heilpädagogischen Beziehung, theoretisch wie praktisch zentrales Element ist,
  • Ihre Kompetenzen für Tätigkeiten der Förderung, Beratung, Leitung, Bildung und Assistenz gefördert werden,
  • Sie Konzepte von Inklusion, Teihabeplanung und inklusiver Pädagogik kennenlernen,
  • diagnostische Verfahren und eine Vielzahl heilpädagogischer Methoden vermittelt werden,
  • vor allem spieltherapeutische, psychomotorische, systemische Herangehensweisen, kreative Verfahren sowie Erwachsenbildung vertieft und bei sich Selbst erlebt werden.

Aktuelles

Geschafft! 19 Studierende erhielten im Juli 2020 ihren Abschluss als staatl. anerkannte Heilpädagog*innen. Sie werden nun jeweils verantwortliche Positionen übernehmen. Wir wünschen viel Energie und Erfolg für den weiteren beruflichen Weg!


20 Jahre Fachakademie

Am 6. März 2020 fand unser Fachtag 2020 mit Jubiläumsfeier statt. Den diesjährigen Fachtag nahmen wir zum Anlass 20 Jahre Fachakademie für Heilpädagogik in Gut Häusern zu feiern. In all den Jahren haben viele Menschen sich in der Akademie Schönbrunn zum/zur Heilpädagog/in weitergebildet. Mit Beteiligten, Interessierten und jetzigen Studierenden hielten wir eine Rückschau und wendeten uns der Erfahrungsebene zu, was heilpädagogische Handlungskonzepte bieten können.

Wenn sich Menschen in Beeinträchtigungslagen befinden, stellt sich verstärkt die Frage wie es gelingen kann, das Leben sinnerfüllt, stimmig und ‚gut‘ zu meistern. Optimaler Weise bietet die Umwelt Unterstützung, Barrieren der Teilhabe zu mindern. Neben den sogen. Ressourcen der Umwelt sind auch personalen Ressourcen des jeweiligen Menschen und seiner Familie wichtig.

Wie sind Aufgaben und Ziele der Heilpädagogik zu verwirklichen? Eine von vielen Antworten gab der Heilpädagoge Paul Moor als er Heilpädagogik als „Hilfe zur Lebenskunst“ beschrieb. Wir hatten diesen Fachtag das Motto „Lehren und Lernen durch Begegnung“ gegeben, weil wir denken, dass die Fachakademie der Akademie Schönbrunn immer auch ein Ort war und ist Lebenskunst zu realisieren: Habe Mut Dich zu bilden! Habe Mut Deinem Leben eine Gestalt zu geben! Habe Mut selbst Lebenskünstler zu sein und trotz Herausforderungen ein bejahendes zu Leben führen!

Zu Beginn der Tagung gab der Erziehungswissenschaftler und Erwachsenenbildner Prof. Dr. Wolfgang Müller- Commichau einen Einblick in das Thema „Lebenskunst lehren und lernen durch bejahende Begegnungen“. Danach bestand die Möglichkeit in Erlebnisräumen sich auszuprobieren, bevor wir uns im Plenum dem Weg heilpädagogischer Ausbildung in Gut Häusern zuwandten. Abschließend klang der ausgesprochen gelungene Abend mit einem gemeinsamen Essen und vielen guten Gesprächen aus.

Impressionen zur Jubiläumsfeier finden Sie hier


Rückblick

Das Kind im Mittelpunkt? Leitideen und heilpädagogische Wege der frühen Förderung.

Fachtag der Fachakademie am 23. Februar 2019 mit 150 Personen wieder gut besucht!

Kinder benötigen frühe Förderung und Frühförderung. Bei Entwicklungsgefährdungen unterstützt die Heilpädagogik das Kind und das Umfeld im Umgang mit vorhandenen Beeinträchtigungslagen. Der diesjährige Fachtag gab einen Überblick zu aktuellen Leitideen und heilpädagogischen Wegen der frühen Förderung.

In der Heilpädagogik gehen wir davon aus, dass es zunächst gilt die jeweiligen Stärken des Kindes zu stärken und die Unterstützungssysteme zu aktivieren. Wir versuchen die Vereinzelung von Hilfen zu vermeiden und die Kooperation aller Beteiligten zu fördern. In einer sich heute für Kinder immer mehr verändernden Lebenswelt sind heilpädagogische Angebote je nach Ausgangslage durch vertiefte Beziehungsangebote, spezielle Methoden und die Beachtung der Eltern-Kind-Interaktion gekennzeichnet.

Auf dem Fachtag wurden die vielfältigen Vorgehensweisen in Denkräumen und Workshops dargestellt und thematisiert. Wir beschäftigten uns mit aktuellen Tendenzen der frühen Förderung und diskutierten, wie es gelingen kann, dass das Kind im Mittelpunkt steht.

Der Fachtag begann mit einer Einführung und einem Referat von Dr. Retzlaff. Hier wurde zunächst aus systemischer Sicht beschrieben, wie Beteiligte und vor allem die Familie mit einer Behinderung umgehen. Die Beeinträchtigung fordert heraus, konfrontiert mit Belastungen, kann aber auch Anlass sein, das Menschen ungeahnte Stärken entwickeln. Familienorientierte Beratungskonzepte müssen der Familie daher einen verstehenden Rahmen bieten, der ihnen hilft mit der Behinderung eines Kindes zurechtzukommen, sodass Resilienz und Gesundheit gefördert wird. Es gab wieder einen Büchertisch, Musik und leckeres Essen.

Anmeldung und Flyer