Pflegefachhelfer*innen (Altenpflege)

Berufsbild

Staatlich geprüfte Pflegefachhelfer*-innen (Altenpflege) begleiten und betreuen alte Menschen bei der Gestaltung des täglichen Lebens. Dabei unterstützen sie Pflegefachkräfte in ihrer ganzheitlichen, qualifizierten Pflege. Sie tragen damit dazu bei, Lebensqualität und Lebensfreude auch bei gesundheitlicher Beeinträchtigung zu erhalten.

Die Ausbildung an der Berufsfachschule für Altenpflegehilfe vermittelt diejenigen Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten, die für eine qualifizierte Betreuung und Pflege alter Menschen unter Anleitung einer Pflegefachkraft erforderlich sind.

Mit dem erfolgreichen Abschluss der Ausbildung erfüllen Sie die Zugangsvoraussetzungen der dreijährigen Fachkraftausbildung. Diese kann auf Antrag um ein Jahr verkürzt werden.

Berufsfelder

Berufsfelder von Altenpflegehelfer/innen sind Wohnheime und Pflegeheime für alte Menschen, die Begleitung, Betreuung und Pflege benötigen, geriatrische Krankenhäuser, gerontopsychiatrische Einrichtungen, Wohngruppen für Menschen mit Demenz, Übergangspflegeeinrichtungen, Kurzzeit- und Tagespflege, Betreutes Wohnen, Hospize und ambulante Alten- und Krankenpflegedienste.

Ein weiteres Arbeitsfeld ist die Behindertenhilfe, hier speziell der Seniorenbereich.

Aufnahmevoraussetzungen

Wer den Beruf erlernen möchte, muss folgende Voraussetzungen mitbringen:

  • Hauptschulabschluss
  • Gesundheitliche und charakterliche Eignung
  • Das Mindestalter beträgt 17 Jahre
  • Deutschkenntnisse mindestens B1

Organisation

© Akademie Schönbrunn

Damit Sie mit der Ausbildung beginnen können, müssen Sie mindestens 17 Jahre alt sein und einen Haupt- oder Mittelschulabschluss haben. Sie interessieren sich für andere Menschen und ihre Lebensgeschichten und unterstützen diese  mit Spaß und Freude in allen Belangen des Alltags.  

Die einjährige Ausbildung umfasst 700 Stunden Unterricht in Theorie und Praxis in der Berufsfachschule und 800 Stunden praktische Ausbildung in einer Einrichtung der Altenhilfe.

Zusätzlich findet regelmäßig Unterricht in Deutsch als Fremdsprache statt. So stellt diese Ausbildung auch für Migrantinnen und Migranten einen guten Einstieg in einen Pflegeberuf dar. Sie sollten zu Beginn der Ausbildung mindestens das Sprachniveau B1 haben.

Mit erfolgreich abgeschlossener Pflegefachhelferausbildung erfüllen Sie die Zugangsvoraussetzungen für die Fachkraftausbildung. Bei besonders guten Leistungen im Abschlusszeugnis kann diese auf Antrag um ein Jahr verkürzt werden.

Inhalte

© 360-Photography

Da der Unterricht Sie auf berufliches Handeln vorbereiten soll, werden die Themen der Unterrichtseinheiten in den theoretischen und praktischen Fächern zeitlich und inhaltlich aufeinander abgestimmt.

Neben dem Unterricht in der Schule ist die praktische Ausbildung in einer Einrichtung der Alten- oder Behindertenhilfe ein wesentlicher Teil der Ausbildung. Sie findet in enger Zusammenarbeit zwischen den ambulanten und stationären Altenpflegeeinrichtungen und der Berufsfachschule statt. Dazu schließen Sie einen Ausbildungsvertrag mit der ausbildenden Einrichtung ab.

Die Ausbildung wird durch eine staatliche Prüfung abgeschlossen. Mit erfolgreichem Abschluss sind Sie berechtigt, die Berufsbezeichnung „Staatlich anerkannte/r Pflegefachhelfer/in (Altenpflege)“ zu führen und erfüllen die Aufnahmevoraussetzung für die Fachkraftausbildung. Diese kann bei einem guten Abschluss der Pflegefachhelferausbildung um ein Jahr verkürzt werden.

© Thomas Klinger

Die Unterrichtsfächer sind:

  • Gestaltung von Arbeits- und Beziehungsprozessen
  • Gesundheit fördern und wiederherstellen
  • Unterstützung bei der selbstbestimmten Lebensführung und Selbstpflege
  • Assistenz bei besonderen Pflegeanlässen
© Akademie Schönbrunn

Darin finden sich unter anderem die Inhalte

  • Berufliches Selbstverständnis entwickeln
  • Beziehungen gestalten durch Beobachten und Kommunizieren
  • Bei der Pflegeadministration, der Dokumentation und Qualitätssicherung mitwirken
  • Notfallsituationen erkennen und angemessen handeln
  • Menschen aller Altersstufen in ihrer Lebenswelt begegnen
  • Menschen aller Altersstufen in der Mobilität, Körperpflege, Ernährung und Ausscheidung unterstützen
  • Bei Diagnostik und Therapie unter Aufsicht und Anleitung mitwirken
  • Menschen in besonderen Lebenssituationen unterstützen und begleiten

Die Inhalte der theoretischen Ausbildung betreffen alle Altersgruppen und die Einsatzbereiche der Langzeit- und der Akutpflege.

Deutsch als Zweitsprache: Für Migranten bieten wir einen zusätzlichen Deutschunterricht an.

Praktische Ausbildung

© Thomas Klinger

Die praktische Ausbildung in einer ambulanten oder stationären Pflegeeinrichtung beträgt insgesamt 800 Stunden. Hier setzen Sie das in der Schule Gelernte in der Praxis um. Sie unterstützen alte Menschen bei körperlichen Bedürfnissen wie persönliche Hygiene,  Ernährung und Ausscheidung und auch bei der Gestaltung des Lebensraumes angefangen von der Bekleidung bis zur Tagesgestaltung. Sie wirken bei medizinischen Maßnahmen wie Kontrolle von Puls und Blutdruck und der Gabe von Medikamenten mit.

Abschlussprüfung

Die staatliche Abschlussprüfung besteht aus einem schriftlichen Teil und einem praktischen Teil in der Einrichtung, in die Ausbildung absolviert wurde. Mit erfolgreichem Abschluss der Ausbildung sind Sie berechtigt, die Berufsbezeichnung „Pflegefachhelferin/ Pflegefachhelfer (Altenpflege)“ zu führen. Diese Berufsbezeichnung ist staatlich geschützt und berechtigt auch zum Einstieg in die dreijährige Fachkraftausbildung, die für gute Absolventen auch um ein Jahr verkürzt werden kann.

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