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Abschlussfeiern 2019

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Akademie Schönbrunn verabschiedet Absolventinnen

Die Beruflichen Schulen der Akademie Schönbrunn verabschiedeten am Donnerstag, den 25. Juli 2019, ihre rund 150 Absolventinnen und Absolventen im Karlsfelder Bürgerhaus.

Akademieleiter Georg Blaser eröffnete die Abschlussfeier und begrüßte die knapp 600 versammelten Gäste im Saal, nachdem zuvor in der Kirche St. Anna eine kurze gottesdienstliche Feier stattfand. Absolvent*innen, deren Angehörige, Vertreter der mit den Fachschulen kooperierenden Einrichtungen im Großraum München und Südbayern sowie Vertreter aus Politik und Öffentlichkeit waren zum Festakt zusammengekommen. Herr Blaser stellte die Akademie Schönbrunn als das Schulzentrum für sozial-pflegerische Berufe im Landkreis Dachau vor.
Die Akademie Schönbrunn ist eine Einrichtung des Franziskuswerks Schönbrunn. Rund 450 Schülerinnen und Schüler aus verschiedenen Einrichtungen werden jährlich in Gut Häusern und München an den Fachakademien und Fachschulen ausgebildet in Heilpädagogik, Heilerziehungspflege und -hilfe, Generalistische Pflege (Altenpflege und Gesundheits- und Krankenpflege), Altenpflegehilfe, Sozialpflege und Ergotherapie. Damit leistet die Akademie Schönbrunn einen wertvollen gesellschaftlichen Beitrag.

Michaela Streich, Vorständin der Viktoria-von-Butler-Stiftung und Geschäftsführerin des Franziskuswerks Schönbrunn (FWS) hob in ihrem kurzen Grußwort das Engagement des Franziskuswerks Schönbrunn (FWS) im sozial-pflegerischen Sektor hervor und forderte die spürbare gesellschaftliche und vor allem politische Anerkennung derjenigen ein, in diesem Sektor beruflich tätig sind. „Soziale Berufe haben Zukunft – denn sie sind wesentlich für das Funktionieren unserer Gesellschaft. Zukünftig werden die Absolventinnen und Absolventen Kinder betreuen und fördern oder bei Krankheiten unterstützen, sie werden alte Menschen pflegen oder Menschen mit Behinderung assistieren. Sie tragen somit jeden Tag für die Lebensqualität und Lebenschancen anderer Menschen und zum Zusammenhalt der Gesellschaft bei. Sie sind unverzichtbar. Das Franziskuswerk setzt sich auch in Zukunft mit den Schulen der Akademie Schönbrunn dafür ein, die dringend benötigten Mitarbeitenden hervorragend auszubilden. Mit dieser erstmals gemeinsamen Abschlussfeier möchten wir nicht nur Ihre Leistungen würdigen und Dank zeigen. Wir stärken miteinander die Wahrnehmung sozialer Berufe in der Öffentlichkeit als wertvolle, qualifizierte und zukunftsorientierte Arbeit.
Unserer politischen Vertreter sind gefordert, alles daran zu setzen, dass die Rahmenbedingungen der Schulen, der Praxisstellen und der Mitarbeitenden im sozialen Bereich verbessert werden. Die oft zitierte „gesellschaftliche Wertschätzung“ muss auch spürbar sein. In Anlehnung an den Journalisten Daniel Straub kann man sich schon fragen, warum wir den Menschen, denen wir unsere Kinder, Angehörige, Kranken anvertrauen, viel weniger Geld zahlen, als den Menschen, denen wir unser Geld anvertrauen?“

Landrat Stefan Löwl bekräftigte in seiner Rede die Forderungen der Geschäftsführerin und versprach, das in seinen Möglichkeiten Stehende zu tun, damit die Rahmenbedingungen dazu einladen, eine Berufsausbildung in einem der sozial-pflegerischen Berufe zu beginnen und vor allem in dieser Berufssparte auch langfristig arbeiten zu wollen. Er sprach den Absolventinnen und Absolventen seine persönlichen Glückwünsche aus und die des gesamten Landkreises. Er äußerte sich anerkennend über das Engagement der Absolventen*innen für Kinder, alte Menschen und Menschen, die mit unterschiedlichen Handycups ihr Leben bewältigen müssen.

Frau Angelika Karl, die Vorsitzende der Bewohnervertretung im FWS, richtete mit ergreifenden Worten ihre Glückwünsche an die Absolvent*innen. Sie sprach im Namen derer, denen die künftigen Hilfs- und Fachkräfte Assistenz in unterschiedlicher Form leisten. „Meine lieben Betreuer, es geht nicht ohne Vertrauen. Ihr müsst uns vertrauen und wir müssen euch vertrauen, sonst geht es nicht. Ohne Vertrauen wird alles viel schwieriger. Werdet Betreuer*innen mit Herz!“

Den Mittelpunkt der Feierstunde stellte die Zeugnisverteilung in den einzelnen beruflichen Schulen dar. Vertreter*innen der Abschlusskurse stellten dabei zusammen mit ihren Kursleitungen in kurzweiliger, treffender und auch humorvoller Form das Besondere der jeweiligen Ausbildungs- und Klassengemeinschaften heraus.

Im Anschluss überreichte Landrat Löwl die Staatspreise der Landesregierung für sehr gute Leistungen an einzelne Absolventen der Berufsfachschulen. Gleichzeitig würdigte er mit Anerkennungen des Landkreises hervorragende Leistungen von Schüler*innen für das soziale Miteinander und für ihre Nachhaltigkeit, mit der sie bereits während der Ausbildungszeit in vorbildhafter Art und Weise die Lebensbedingungen ihrer Klienten*innen verbesserten.

Im Anschluss an die offizielle Feier gab es ausreichend Möglichkeit beim Imbissbuffet Glückwünsche auszusprechen und miteinander ins Gespräch zu kommen.

Die Abschluss-Steckbriefe der Abschlusskurse aus den unterschiedlichen Schulen:

Berufsfachschule (BFS) Sozialpflege:

Junge Menschen mit Haupt- bzw. Mittelschulabschluss steigen mit dieser Ausbildung in den Bereich der sozial-pflegerischen Berufe ein. 17 Absolvent*innen haben dieses Jahr bestanden.

BFS Ergotherapie:

11 Absolvent*innen haben bestanden, davon drei mit der Note 1,0. Diese erhalten den Staatspreis. Die gesamte Abschlussklasse hat in 2017 den Innovationspreis des Deutschen Verbandes der Ergotherapeuten gewonnen, sie war zudem beständig an der Weiterentwicklung der Ausbildungsinhalte beteiligt.

BFS Altenpflegehilfe:

11 Absolvent*innen aus neun Ländern haben den Abschluss geschafft. Knapp die Hälfte wird in die generalistische Pflegeausbildung einsteigen.

BFS Generalistische Pflege:

Die neun Absolvent*innen sind zwischen 19 und 48 Jahre alt. Sechs davon haben sich über die BFS Sozialpflege für die Ausbildung qualifiziert.

Fachschulen (FS) für Heilerziehungspflege und Heilerziehungspflegehilfe:

Die FS Heilerziehungspflege Gut Häusern und München stellen die meisten Absolvent*innen – insgesamt 79 Personen. Davon haben drei die Traumnote 1,0 erreicht. Acht Absolvent*innen haben durch Zusatzunterricht in Englisch die fachgebundene Fachhochschulreife erlangt, fünf weitere eine religionspädagogische Zusatzqualifikation erworben. 23 Absolvent*innen haben ihre Ausbildung in der Heilerziehungspflegehilfe beendet, rund 2/3 werden in die Ausbildung der Heilerziehungspflege einsteigen

Absolvent/innen der Fachschule für Heilerziehungspflege
Abschlusskurs der Heilerziehungspflegehilfe Gut Häusern
Akademieleiter Blaser begrüßt die Festgäste
11 Absolventen*innen aus 9 Nationen
Landrat Löwl und Akademieleiter Blaser mit Absolventen*innen, die für herausragende Leistungen ausgezeichnet wurden
Landrat Löwl und Akademieleiter Blaser mit Absolventen*innen, die für herausragende Leistungen ausgezeichnet wurden
Vorständin der Viktoria von Butler Stiftung Michaela Streich bei ihrem Grußwort
Landrat Löwl bei seiner Rede